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Mittelbadische Presse (29.06.2006): Grüne: Lärmschutz bei Bahn verstärken


Antrag in den Bundestag eingebracht

Ortenau/Berlin (red/rr). Auf Initiative der südbadischen Grünen-Abgeordneten Kerstin Andreae (Freiburg) und Alexander Bonde (Wahlkreis Emmendingen/Lahr) hat die Bundestagsfraktion der Partei gestern einen Antrag für mehr Lärmschutz beim Schienenverkehr in das Parlament eingebracht. Zuvor hatten sich die beiden Abgeordneten vor Ort über den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel informiert und mit südbadischen Bürgerinitiativen diskutiert. Wie Andreae und Bonde betonten, setzen sie sich für einen flächendeckenden Lärmschutz bei der Schiene ein. Durch das von ihnen vorgeschlagene Maßnahmenpaket lasse sich der Krach an der Rheintalbahn deutlich verringern. Wichtig sind den Grünen besonders eine zügige Umrüstung des rollenden Materials und die Einführung von lärmabhängigen Trassenpreisen. Konkret wird gefordert, ein Förderprogramm des Bundes für die Umrüstung des rollenden Materials im Schienenverkehr aufzulegen und so zu gestalten, dass es mit den EU-Wettbewerbsrichtlinien vereinbar ist. Dasselbe sollte auf EU-Ebene geschehen. Ferner soll das Lärmsanierungsprogramm des Bundes deutlich aufgestockt und der Fortgang der Sanierung an bestehenden Schienenwegen beschleunigt werden. Nicht zuletzt sprechen sich die Grünen in ihrem Antrag dafür aus, den als »Schienenbonus« bezeichneten Abschlag von fünf Dezibel für den Schienenverkehr im Vergleich zum Auto- und Flugverkehr differenziert anzuwenden. Dieser Bonus soll nach den Vorstellungen dieser Partei an hochfrequentierten Strecken mit durchgehendem Schienengüterverkehr und entsprechend anhaltender Lärmbelastung für die Anwohner nicht mehr angewandt werden.

Antrag

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