Zugstreichungen auf der Rheintalbahn sind eine „riesige Sauerei“
Als eine „riesige Sauerei“ bezeichnet der südbadische GRÜNEN-Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde die gerade bekannt gewordenen Pläne der Landesregierung den Bahnfahrplan in Baden-Württemberg deutlich zu reduzieren. Rund zwei Millionen Streckenkilometer pro Jahr sollen ab dem nächsten Fahrplan gestrichen werden. Darunter auch eine Reihe von Zugverbindungen auf der Strecke Offenburg – Freiburg – Basel.
Bonde: „Den Menschen den Ausbau der Rheintalbahn mit der Hoffnung auf Öffentlichen Nahverkehr schmackhaft machen wollen aber gleichzeitig die Züge auf der Strecke zu streichen, die die örtlichen Menschen selbst tatsächlich benutzen können, das ist an Absurdität kaum noch zu übertreffen.
Diese Streichungen sind nicht notwendig, sonder bewusst herbeigeführt. Die Bahnfahrer in Südbaden werden das Opfer der Politik von CDU, SPD und FDP in Bund und Land.
Im Bund hat die Große Koalition ohne Not die Regionalisierungsmittel für den Öffentlichen Nahverkehr gekürzt. Von den GRÜNEN aufgezeigte Finanzierungs-Alternativen haben CDU und SPD im Haushaltsverfahren bewusst verhindert. Die Entsprechenden Grünen-Anträge wurde im Bundestag von ihnen in namentlicher Abstimmung abgelehnt. Auch die Landesregierung hat ihren Einfluss auf die Bundeskanzlerin nicht ausgeübt um dies zu verhindern.
Auch landespolitische Maßnahmen um die Zugkürzungen zu verhindern werden von Oettinger & Co bewusst nicht angegangen. Gemeinsam mit SPD und FDP setzt die CDU im Landtag durch, dass 100 Mio Euro aus den Regionalisierungsmittel in der Landeshauptstadt in das Prestige-Projekt Stuttgart21 fließen, anstatt damit die Zugverbindungen auf dem Land zu erhalten. Alleine damit könnten die jetzt zur Streichung anstehenden Zugverbindungen die nächsten 8 Jahre lang weitergeführt werden. Offenbar ist der CDU jeder Prestige-Quatsch in der Hauptstadt wichtiger als ein funktionierender Öffentlicher Nahverkehr auf dem Land. Auch die Verhandlungsmöglichkeiten innerhalb des Vertrages des Landes Baden-Württemberg mit der Bahn AG wurden nicht genutzt.
Enttäuschend ist, dass die südbadische CDU diese Politik an verantwortlicher Stelle unterstützt und vorantreibt. Staatsminister Stächele und seine südbadischen CDU-Kollegen sollten mal ihre Dienstwagen stehen lassen und Zug fahren, vielleicht würde das zu mehr Einsicht führen!“