MdB Bonde (Grüne) warnt: Wer nicht auf regenerative Energie wechselt, unterstützt die Atomlobby
Viele Stromanbieter in Südbaden gehören durch Beteiligungen zum Atomstrom-Produzenten EnBW. Dieser möchte heute mit dem Antrag auf Verlängerung der Laufzeit des alten Meilers Neckarwestheim 1 durch Übertragung von Strommengen eines deutlich jüngeren und moderneren Kraftwerks wie GKN II oder Philippsburg den schrottreifen Meiler am Netz halten. „Durch diesen Trick gerät der beschlossene Atomausstieg zur Farce. Der Zeitplan, innerhalb dessen alle AKW vom Netz sollen, ist damit in Gefahr. Gerade die alten Schrottreaktoren müssen so schnell wie möglich stillgelegt werden.“ warnt Bonde. Neckarwestheim 1 gehört in Sachen bauartbedingte Mängel, Unfallrisiko, geologische Situation und Terrorgefährdung zu den gefährlichsten. Zusätzlich haben die Liberalisierung auf dem Strommarkt und der Atomkonsens dazu geführt, dass Sicherheitsstandards durch EnBW abgebaut wurden.
„Es reicht nicht, nur einen Tarif ohne Atomstrom zu wählen; man muss der Atomlobby den Geldhahn zudrehen“ fordert GRÜNEN-MdB Bonde auf. „Eine schnelle Lösung für dieses Problem gibt es bereits: Wer den Atomausstieg direkt unterstützen will, sollte im neuen Jahr zu einem Stromanbieter wechseln, der keine Atomenergie unterstützt.“ Eine Übersicht mit ausführlichen Informationen darüber gibt es im Internet unter: atomausstieg-selber-machen