Werner Wölfle, neuer verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, zu Gast im Kenzinger Rathaus
VON UNSERHK MITARBEITERIN ILONA HÜGT-
KENZINGEN. Der neue verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Werner Wölfle, informiert sich zum Ausbau der Rheintalstrecke. Am Montagvormittag kam er mit MdB Alexander Bonde nach Kenzingen, am Nachmittag stand Mahlberg auf dem Programm, und heute ist er in Offenburg.
Eine der ersten Arbeiten war das Abfahren der Rheintalstrecke: So stieg Werner Wölfle ins neue Amt. Erfahrungen mit den Bahnplanungen und den Bahnplanern hat er aus der Debatte um Stuttgart 21, für das die Grünen auch gern Alternativen untersucht hätten.Zum Einstieg ins Gespräch in Kenzingen bemühte Wölfe den bekannten kommunalen Konsens, und gab sich zurückhaltend, was die Forderung aus der Region nach finanzieller Unterstützung vom Land angeht.Am Ende sah Wölfle die Position der Menschen in Kenzingen und Herbolzheim nicht viel anders als die mancher Stuttgarter. „Wir fordern für Stuttgart 21 Alternativen, Sie fordern das für Baden 21 - eigentlich sitzen wir im gleichen Boot", sagte er. „Politik muss sich gestalterisch einmischen". Dazwischen lag mehr als eine Stunde Information von den beiden Bürgermeistern aus Kenzingen und Herbolzheim.„Wir brauchen den politischen Druck", sagte Matthias Guderjan. Das sei der Grund dafür, dass die Vertreter der Städte unermüdlich immer wieder mit Politikern aus Bund und Land reden.Georg Binkert war als Vertreter der BI Bürgerprotest Bahn und Stefan Bilharz als Grünen-Kreisrat und Kenzinger ABL-Fraktionssprecher dabei. „Die Bahn muss raus", gab Bilharz den Parteifreunden kurz und bündig den Vorzug der Autobahntrasse statt der geplanten Stadtdurchfahrt mit auf den Weg. Für Bilharz ist das eine Minimalforderung der Bürger, die hier arbeiten, leben und auch schlafen wollen. „Wir befürchten Dauerlärm und Käfighaltung", sagte Georg Binkert von der Bürgerinitiative.Die Bürgermeister untermauerten ihre Forderung nach klaren Aussagen des Landes zur Unterstützung der Bürger. Der Hinweis, dass man sich im Land in der Pflicht sähe, Verschlechterungen durch die Bahnplanung an manchen Stellen auf Landeskosten zu beheben, könnte den kommunalen Konsens fördern, sagte Herbolzheims Bürgermeister Ernst Schilling.