Im Zentrum der Entwicklungshilfe des Herbolzheimer Vereins stehen
Wasser und Bildung
HERBOLZHEIM (BZ). Der Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde besuchte den Sitz des Entwicklungshilfevereins Vision Hope International in Herbolzheim. Seit 2002 engagieren sich der Vereinsvorsitzende Alexander Mutschler und seine Frau für Entwicklungshilfeprojekte im Jemen auf der Basis "Hilfe zur Selbsthilfe".
Entstanden sei der Verein über den persönlichen Kontakt zum deutschen Entwicklungshelfer-Ehepaar Gertrud und Mathias Leibrand, das seit 2001 im Jemen wohnt, antworteten sie dem Politiker auf die Frage nach den Hintergründen ihres Engagements.
Die Hauptarbeit der Entwicklungshilfe wird im Zusammenhang zwischen Wasser und Bildung geleistet. Wasserknappheit ist für die Einwohner der Bergdörfer Lebens bestimmend. Für das Beschaffen des Wassers aus weit entfernten Brunnen sind Kinder und Frauen zuständig, weswegen diese keine Schule besuchen können, erklärten sie Bonde.
Deshalb finanziert der Verein eine kreative Trinkwasserversorgung zum Beispiel durch Nebel-Wasser-Kollektoren und unterstützt Zisternensanierungsprojekte und den Bau eines Bewässerungsdamms für den Kaffeeanbau. Beeindruckend zeigte sich Bonde über die Bandbreite der Hilfsprojekte, die durch einen Schulbau und die Förderung eines Kinderheims ergänzt wird.
Bonde, Berichterstatter für Entwicklungspolitik im Haushaltsausschuss des Bundestages, berichtete über die politischen Anstrengungen mehr Mittel für die Hilfe der ärmsten Menschen zur Verfügung zu stellen und damit der Verantwortung Deutschlands als reiche Industrienation gerecht zu werden einen positiven Beitrag zu Entwicklung und für fairer Gestaltung der Globalisierung zu leisten. Dabei lobte er das Engagement des Vereins: "Nicht-Regierungs-Organisation wie Vision Hope erfüllen eine wichtige Aufgabe. Gerade in Krisengebieten werden unabhängige Helfer oft stärker als neutrale Mittler anerkannt, als die staatliche Entwicklungshilfe."