Alexander Bonde, (MdB, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg und haushaltspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion) und die Mitglieder des grünen Kreisvorstandes Ingrid Hönlinger, Petra Heinle-Hettig und Dirk Werhahn informierten sich bei der KWA Contracting AG in Bietigheim-Bissingen über die Chancen für ökologisch orientierte Energieproduzenten und welche Herausforderungen dieser Markt mit sich bringt.
Die KWA Contracting AG, so Vorstandsmitglied Anton Lutz, bietet ökologisch orientierten Kapitalgebern die Möglichkeit, sich als Aktionär an Energieprojekten zu beteiligen und übernimmt als Betreibergesellschaft Planung, Finanzierung, Bau und den Betrieb von Energieanlagen zur effizienten und umweltschonenden Bereitstellung von Strom und Wärme. Das Unternehmen betreibt 22 Holzheizungen, 22 Blockheizkraftwerke, zwei Holzheizkraftwerke, drei Biogasanlagen und vier Fotovoltaikanlagen. Das größte Projekt entsteht derzeit mit „Kraftwerk Lohbrügge“ in Hamburg und wird als September jährlich 60 Millionen Kilowattstunden Wärme und 13 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Dabei werden mit 30.000 Tonnen Holz im Jahr rund 6.000 Wärmekunden CO2-neutral versorgt.
Lutz weist darauf hin, dass neben dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – das den Betreibern von Anlagen ein fester Vergütungssatz für den erzeugten Strom über einen bestimmten Zeitraum gewährt – Regelungen für den Wärmemarkt zu schaffen seien. Denn als Betreiber von Holzheizwerken habe er langfristige Preiszusagen zu geben. Die Rohstoff-Lieferanten lassen sich jedoch nur auf kurzfristige Preisbindungen ein. Lutz spricht darüber hinaus das Gesetz über den nationalen Zuteilungsplan für Treibhausgas- Emissionsberechtigungen an (Umsetzung Allokationsplan). Um einen noch größeren Anreiz für CO2-Einsparungen zu schaffen, hält er es für sinnvoll auch kleinere Anlagen beim Zertifikathandel zu berücksichtigen.