Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Stellungnahme von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zu der Affäre um die Bonuszahlungen für den Vorstand der Deutschen Bahn beim geplanten Börsengang. In dieser beteuert der Minister, dass er erst im September über die Sonderhonorare des Bahnvorstands erfahren habe und nicht wie behauptet im Juni. Dies hatte in den vergangenen Tagen für Irritationen und Kritik in der eigenen Partei gesorgt. Trotz Rücktrittsforderungen und Widersprüchen hält Tiefensee an seinem Amt fest und wolle Minister bleiben. Dazu müsse er laut SPD-Führung im Haushaltsausschuss und am Mittwoch im Verkehrsausschuss keine Frage offen lassen. Die Darstellung einzelner SPD-Kritiker, dass Tiefensee von Aufsichtsratschef Werner Müller im Juni über die geplanten Börsentantiemen informiert wurde, wies Tiefensee zurück.
Auszug:
Aus der Opposition werden Rücktrittsforderungen laut. "Es ist offenkundig, dass er sein Haus nicht im Griff hat" , sagte Grünen-Haushaltspolitiker Alexander Bonde. "Er muss zurücktreten." Die FDP-Fraktion einigte sich "aus Missbilligung der Amtsführung" auf einen Bundestags-Antrag auf Entlassung Tiefensees.