(…) Bei Höhn, der ehemaligen Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalens, stießen die Bauern damit auf offene Ohren. Vor der gemeinsamen Gesprächsrunde machte sich Höhn mit dem Lahr-Emmendinger Bundestagsabgeordneten Alexander Bonde und Offenburger Bundestagskandidaten Thomas Marwein ein genaues Bild vm Biobauernhof der Familie Reitter (…)
(…) Bei der anschließenden Diskussion fand Höhn lobende Worte für das Konzept des Reitterhofs. Während ihrer einwöchigen Süddeutschlandreise sei immer wieder deutlich geworden, „dass sich Bauern nicht mehr ausschließlich auf eine Einnahmequelle verlassen können.“ Haupttehma der Diskussion war das ständig wachsende Angebot an Bioprodukten. Michael Stahl, Gemüsebauer aus Friesenheim, beklagte vor allem, dass Discounter mit Kampfpreisen den Biomarkt zerstören würden (…)
(…) Die Politikerin nahm auch den Bauernverband mit in die Verantwortung, der ebenfalls die Regulierung der Preise überwachen müsse. Sorgen mache ihr auch, so Höhn, dass 80 Prozent der Agrarsubventionen bei großen Unternehmen landen. „In dieser Angelegenheit sei eine gerechtere Verteilung der Gelder notwendig. Am Ende war sich die Runde einig, dass die Lage der Bauern nur verbessert werden könne, wenn den Konsumenten wieder mehr Wissen über Lebensmittel vermittelt werde. „Das muss unser gemeinsames Ziel sein“, forderte Höhn.