TV-Schuldenpapst Peter Zwegat (RTL) durfte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gestern nicht im Haushaltsausschuss beraten. Einen entsprechenden Antrag der Grünen lehnte die Koalition gestern ab. Nach BILD-Informationen hatte Zwegat ohnehin keine Lust auf den Auftritt. Grünen-Haushaltsexperte Alexander Bonde: "Ich verstehe gut, dass Zwegat keine komplett uneinsichtigen Klienten übernimmt."
Die Arbeitsgruppe Haushalt hat beantragt, für die morgige Sitzung des Haushaltsausschusses zum Tagesordnungspunkt Haushalt 2010 den TV-Schuldenberater Peter Zwegat einzuladen. Hierzu erklärt Alexander Bonde, haushaltspolitischer Sprecher:Finanzminister Steinbrück und die große Koalition rauschen mit dramatischer Wucht in die Schuldenfalle. Peter Zwegat, bekannt durch seine TV-Schuldenberatung "Raus aus den Schulden", berät Überschuldete kostenfrei und gibt wichtige Ratschläge, der dramatischen Schuldenlast Herr zu werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Streichung unsinniger Ausgaben und einer vernünftigen, realistischen und vor allem transparenten Planung zukünftiger Einnahmen und Ausgaben. Auch versteckte Lasten (sozusagen im Schattenhaushalt) fördert Peter Zwegat zu Tage. Daher könnte Peter Zwegat wichtige Impulse geben, den Bundeshaushalt in Klarheit und Wahrheit aufzuarbeiten, versteckte Kosten und unsinnige Ausgaben offenzulegen und über ein tragfähiges Szenario der Konsolidierung zu beraten.Da das Steuerchaos in der Koalition und der mangelnde Wille zu Haushaltsklarheit und -Wahrheit offensichtlich sind, ist gerade eine plakative Darstellung eines medial versierten Fachmanns geboten.