Nachdem das Parlament bereits vor einigen Wochen sein Okay gegeben hatte, wurde jetzt das umstrittene Geschäft unterzeichnet: Die Bundeswehr bestellt 405 "Puma" für 3,1 Milliarden Euro. Auftragnehmer ist die Kasseler Firma PSM, die je zur Hälfte den Rüstungsunternehmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) gehört.
Auszug:
(…) Alexander Bonde, Haushalts- und Rüstungsexperte der Grünen im Bundestag, bezweifelt es. "Die Bundeswehr kauft eine Katze im Sack", hatte Bonde im Mai gewarnt. Ebenso wie der Bundesrechnungshof sieht der Grünen-Abgeordnete erhebliche Risiken auf den Auftraggeber zukommen. Denn bislang ist es PSM nicht gelungen, einen kompletten "Puma"-Prototyp zu präsentieren. Nun wurde dem Hersteller zugestanden, die Serienreife bis Ende 2012 nachzuweisen. Gelingt dies nicht, kann der Bund vom Vertrag zurücktreten. Im Verteidigungsministerium hält man deshalb das Risiko für "überschaubar" (…)
Ob von dem Rücktrittsrecht tatsächlich Gebrauch gemacht wird, darf allerdings bezweifelt werden, zumal der Ersatz des Vorgängers "Marder" kaum aufzuschieben ist. Bonde hofft nur, dass die Transaktion "nicht so endet wie die HS-30-Affäre". Obwohl von dem Schützenpanzer nur ein Holzmodell existierte, hatte der Bund in den 1950er Jahren zahlreiche Fahrzeuge bestellt, die sich dann als untauglich erwiesen (…)
Ganzen Artikel lesen