Auszug:
Den Schülenswaldhof in Zaisersweiher haben gestern der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Alexander Bonde, sowie der Kandidat für die Bundestagswahl, Memet Kilic besucht. Milchbauer Wilfired Förster kann sich aufgrund der negativen Milchpreisentwicklung keine Investitionene leisten, viele Landwirte "ertrinken in Milch".
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Vor der Unterredung über Milchquoten, Subventionen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigte Hofinhaber Wilfried Förster den Gästen den Milchviehbetrieb und das Feriengästehaus. Der 53-jährige Landwirt betonte, durch den geringen Milchpreis sei es nicht mehr möglich, notwendige Rücklagen zu erwirtschaften. Durch Ferien auf dem Bauernhof habe man ein zweites Standbein geschaffen. (...) Schon seit Jahren kritisieren die Milchviehhalter die ruinösen Preise, die von den Molkereien bezahlt werden. Zwischen 22 und 24 Cent pro kilogramm Milch erhalten die Landwirte. Landwirtschaftsmeister und Regionalsprecher vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter Frank Bäuerle: "Wir brauchen zur kostendeckenden Produktion mindestens 40 Cent pro Kilogramm." Die Landwirte kritisieren die Politik, besonders die Entscheidungen aus Brüssel.
Ulrich Hauser, Vorsitzender des Bauernverbandes Enzkreis-Pforzheim mit seinen 480 Mitgliedern ist gestern nach Zaisersweiher gekommen, um die Position der Grünen kennenzulernen und seine Wünsche und Forderungen dem Bundespolitiker Alexander Bonde mitzuteilen. (...) Nach Auffassung von Alexander Bonde vertrete die Bundesregierung die Interessen der Landwirte nicht so, wie es eigentlich wünschenswert wäre. Vielmehr habe man als Exportweltmeister Zugeständnisse für die Industrie gemacht, auf Kosten der Landwirtschaft. Der haushaltspolitische Sprecher der bünsnisgrünen Bundestagsfration sagte, nach der Bundestagswahl werde es "drastische Einsparungen" in vielen Bereichen geben. Die Regierung wolle vor den Wahlen darüber aber nicht reden. Bonde: "Es stehen 100 Milliarden Euro im Raum."