Der Grüne südbadische Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde begrüßt die Entscheidung der Landwirtschaftsministerin Aigner, den Anbau von Genmais Mon810 zu verbieten: „Lange haben Verbraucher, Bauern und Imker auf diese Entscheidung gewartet. Der Zick-Zack-Kurs von Aigner und Seehofer war unverantwortlich. Die heutige Entscheidung hat Aigner nur verkündet, entschieden haben die Verbraucher an der Kasse. Neben dem in Baden-Württemberg klar formulierten 'Nein zu Gen' war für die Bauern vor allem die Vermischung von gentechnisch verändertem Saatgut und Pollen mit unveränderten Äckern in der kleinflächig strukturierten Landwirtschaft Baden-Württembergs befürchtet worden“, so der Landesgruppenchef der Grünen im Bundestag.
Seehofer hatte im Dezember 2005 MON810 als Saatgut zugelassen. Seine Nachfolgerin musste nun nach der Überprüfung kritischer Studien über die Umweltfolgen offenbaren, dass die CSU falsch gelegen hat. Bonde fordert nun, diesen Kurs konsequent weiterzugehen: „Aigner muss jetzt auch in Europa konsequent gegen Gentechnik auf Äckern und Tellern vorgehen. Bei den weiteren derzeit anstehenden Zulassungsverfahren muss sie jetzt Kurs halten. Aus diesem Grund unterstütze ich die Bürgerinitiative „Gentechnikfreie Region Oberrhein“ und fordere die Gemeinden aus meinen Wahlkreis Emmendingen-Ortenau auf, dem Beispiel der Nordbadener zu folgen.“