Im Rahmen seiner Informationskampagne „Grün zahlt sich aus – Mit grüner Marktwirtschaft aus der Krise“ referierte und diskutierte der südbadische Grünen-Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde auf Einladung des Emmendinger Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen im Gasthaus Beller in Kenzingen über die Finanz- und Wirtschaftskrise und möglichen Lösungsansätzen. Als haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Deutschen Bundestag ist Bonde mit den zentralen Fragen von Wirtschafts-, Haushalts- und Finanzpolitik befasst. Bonde gehört auch dem parlamentarischen Gremium zur Stabilisierung der Finanzmärkte an.
Die wesentliche Ursache der Krise sieht Bonde im Versuch, individuell und gesamtstaatlich über die eigenen Verhältnisse zu leben, wie dies in den USA der Fall war. Diese schuldenfinanzierte Nachfrage sei zusammengebrochen, was wesentliche Auswirkungen auf die Finanz- und Exportmärkte hat. Für Bonde dürfen Strategien zur Krisenrettung nicht auf weitere Schuldenfinanzierung setzen und bei aller Notwendigkeit zur Krisenabwehr sieht der junge Bundestagsabgeordnete Nachhaltigkeit als Gebot der Stunde.
"Eine grundlegende Neuausrichtung der Weltwirtschaft ist dringend notwendig. Ohne eine gesunde ökologische Entwicklung kann es auch keine gesunde ökonomische Entwicklung mehr geben". Die zentralen Probleme der Welt können für Bonde nicht nacheinander gelöst werden, sondern nur gemeinsam. Daher müssten Lösungen für die Finanz- und Wirtschaftskrise im Verbund mit der Lösung der Klimakrise entwickelt werden. Durch Investitionen für den Klimaschutz, die heute erfolgen, könnten Volkswirtschaften langfristig immense Folgekosten der Klimakrise sparen. So berichtete Bonde von den Forschungsergebnissen von Nicolas Stern, aus denen hervorgeht, dass für jeden heute für den Klimaschutz eingesetzten Euro bis zu 20 Euro an Folgekosten durch Klimaschäden vermieden werden können.
Durch eine nachhaltige und generationengerechte Wirtschaftsweise kann für den Grünen-Abgeordneten die Wirtschaftskraft Deutschlands wesentlich gestärkt werden: "Durch eine ökologische Modernisierung („dritte industrielle Revolution“) können in vier Jahren mehr als 400000 neue Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. Auch im Bildungs- und Betreuungsbereich kann es zu einem deutlichen Beschäftigungsaufbau kommen, wenn in diese Bereiche investiert wird". Gerade bei der Bildung sieht Bonde eine hohe Zukunftsrendite für Investitionen: Weiterbildung und Qualifizierung, gerade im Bereich von Zukunftsmärkten, seien elementar, damit gewährleistet werden kann, dass im nächsten Aufschwung genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen.