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Schwarzwälder Bote (16.09.2009): Grünen-Bundestagsabgeordneter bezieht deutlich Stellung für die Milchbauern im Schwarzwald


Marc Vogt, Vorsitzender der Grünen im Landkreis Freudenstadt, hatte zum Gespräch mit Bundestagsabgeordnetem und Haushaltssprecher Alexander Bonde sowie Bundestagskandidatin Charlotte Michel-Biegel ins Gasthaus Dobel eingeladen.

Auszug:

Zunächst referierte Bonde über die Wirtschafs- und Finanzkrise. Angesichts der tiefen Löcher im Bundeshaushalt sei ein Umdenken in allen Gemeinden unausweichlich, forderte Bonde. Man müsse schauen, wo man über die Verhältnisse lebe. Dringend notwendig sei es, mit Hilfe einer zuverlässigen Kreditversorgung kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region aus der Krise zu helfen. Denn im Landkreis könne man nicht auf Dauer Kurzarbeit halten, es drohen Entlassungen. Bonde forderte, neue Arbeitsplätze im Bereich der regenerativen Energieversorgung zu schaffen. «Gerade in der Krise hat dieser Zweig enorme Chancen auf dem Markt«.
Scharf rügte er die Preismisere bei den Milchbauern, die auch im Kreis immer wieder für Proteste sorgt: »Ohne Milchmengenreduzierung geht es nicht, das unterstütze ich voll und ganz - da muss der Verbraucher einbezogen werden«, so Bonde. Es könne schlichtweg nicht sein, dass die Milch unter ihren Produktionskosten abgegeben werde. »Wir brauchen die Milchbauern im Schwarzwald.« Schnell wirkende Mailnahmen seien da gefragt, denn die Landwirte hätten überhaupt keine Alternative. Bonde plädierte für vernünftige Milchpreise, denn wenn die EU nicht die Milchpolitik ändere, sei die Lebensgrundlage der hiesigen milcherzeugenden Familienbetriebe bedroht »Viele Höfe in der Region haben nur noch ein Zeitfenster von einem halben Jahr, um das ökonomisch überhaupt zu schaffen.« ihnen drohe das Aus, fürchtet der Grünen-Haushaltssprecher.


Südwestpresse (06.09.2009): Kritik an Preismisere


Auszug:

Die Grünen haben sich mit rund einem Dutzend Besucher im „Dobel" mit Problemen und Folgen der Wirtschaftskrise auseinander gesetzt. Gastredner war neben Bundestagskandidatin Charlotte Michei-Biegel Grünen-Haushaltssprecher Alex Bonde.

Ohne Zahlen gehe es bei einem haushaltspolitischen Sprecher eben nicht, bemerkte der Grünen-Abgeordnete eingangs schmunzelnd. Er sprach von der enormen Verschuldung des Bundeshaushalts mit rund 430 Milliarden Euro bis zum Jahr 2013. Angesichts der tiefen Löcher im Etat sei ein Umdenken unausweichlich, forderte Bonde. „Das richtige Maß finden" laute da die Parole und vor allen Dingen schauen, wo über die Verhältnisse gelebt werde. Es stehe zu fürchten, dass das Bankenrettungspaket mit 480 Milliarden Euro nicht ausreiche.

Dringend notwendig sei es, mit Hilfe einer zuverlässigen Kreditversorgung kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region aus der Krise zu helfen. Denn im Landkreis könne man nicht auf Dauer Kurzarbeit halten, es drohten Entlassungen, betonte Bonde.

Ziel der Grünen ist es zudem, neue Arbeitsplätze im Bereich der regenerativen Energieversorgung zu schaffen. „Gerade in der Krise hat dieser Zweig enorme Chancen auf dem Markt." Scharf rügten beide Grünen-Vertreter dann die Preismisere für die Milchbauem: „Ohne   Milchmengenreduzierung geht es nicht, das unterstütze ich voll und ganz. Und da muss der Verbraucher einbezogen werden", so Bonde. Es könne schlichtweg nicht sein, dass die Milch unter ihren  Produktionskosten abgegeben wird. „Wir brauchen die Milchbauern im Schwarzwald", betonte der Bundestagsabgeordnete vehement. Schnell
wirkende Maßnahmen seien da gefragt, denn die Landwirte hätten überhaupt keine Alternative. Wenn die EU nicht die MUchpolitik ändere, sei die Lebensgrundlage der hiesigen Milcherzeugenden Familienbetriebe bedroht. „Viele Höfe in der Region haben nur noch ein Zeitfenster von einem halben Jahr, um das überhaupt zu schaffen."

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