Die SPD und nun auch ganz plötzlich die CDU wollen die Dienstwagen-Affäre von Ulla Schmidt für beendet erklären. Doch da macht ihnen ausgerechnet die Gesundheitsministerin selbst einen Strich durch die Rechnung.Erneut gerät Schmidt unter Druck. Anlass ist ihre Äußerung im Haushaltsausschuss, dass auch letztes Jahr eine Privatperson im Dienstwagen in den Spanien-Urlaub gefahren wurde – eine Verwandte der Ministerin. Doch nur zehn Tage zuvor hatte das Gesundheitsministerium behauptet, der Fahrer sei allein unterwegs gewesen. Ulla Schmidt schweigt jedoch dazu. „Es ist alles gesagt“, so ihr Sprecher. Dabei räumte selbst SPD-Haushaltssprecher Carsten Schneider ein, dass es sich um einen „Fehler“ gehandelt habe.
Alexander Bonde, Grünen-Obmann im Ausschuss: „Jetzt ist klar: Zum wiederholten Male sind die Nutzungen des Dienstwagens unterschiedlich dargestellt worden.“
Bonde weiter: „Außerdem habe ich erhebliche Zweifel daran, dass der Einsatz des Wagens wirtschaftlich war.“ Schmidt habe viele Fragen offen gelassen, z. B., welche und wie viele dienstliche Termine sie in Spanien hatte.
Bonde: „Am liebsten hätte auch ich das Thema beendet, denn es gibt deutlich wichtigere Probleme, aber Frau Schmidt lässt uns keine andere Wahl, als weiterhin Fragen zu stellen.“