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Sie sind hier: Presse / Archiv / 2010 / ddp Tickermeldung (06.03.2010): „Neue Fragen zum A400M“ – Bonde: „Ffauler Kompromiss auf Kosten der Steuerzahler“

ddp Tickermeldung (06.03.2010): „Neue Fragen zum A400M“ – Bonde: „Fauler Kompromiss auf Kosten der Steuerzahler“


Auszug

"Neue Fragen zum A400MNach der Grundsatzeinigung zum Militärtransportflugzeug A400M ist die Lieferung von 60 Maschinen an Deutschland offenbar noch ungewiss. Haushälter von FDP und Grünen stellten am Samstag die Einigung infrage, die mit Millionenmehrausgaben für Deutschland verbunden sein dürfte. Am Freitagabend waren in Berlin nach hartem Ringen die enormen Mehrkosten für den Militär-Airbus zwischen EADS und den sieben Bestellnationen aufgeteilt worden.

Nach Expertenberechnungen würde die Übereinkunft Deutschland entweder gut 600 Millionen Euro Zusatzkosten aufbürden oder einen Verzicht auf einen Teil der bestellten Flugzeuge bedeuten(…)

Der Grünen-Haushaltsexperte Alexander Bonde nannte den ausgehandelten Kompromiss über die Mehrkosten «nicht akzeptabel». Gegenüber dem ursprünglichen Vertrag müssen die Nationen jetzt 3,5 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stellen. «Zusätzlich verzichten wir auf unsere vertraglich garantierten Schadenersatzansprüche, die aus der Verzögerung von mindestens drei bis vier Jahren resultieren», sagte Bonde. Das sei ein fauler Kompromiss auf Kosten der Steuerzahler.

(…)

Airbus hatte sich 2003 gegenüber den sieben Bestellnationen Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und Türkei verpflichtet, 180 Maschinen zu einem Festpreis von 20 Milliarden Euro auszuliefern. Das gesamte Entwicklungsprogramm für den europäischen Militärtransporter kam jedoch drei Jahre in Verzug und versursachte Mehrkosten von 5,2 Milliarden Euro. Der Erstflug fand erst am 11. Dezember 2009 im spanischen Sevilla statt.

Deutschland ist größter Einzelkunde des neuen A400M, von dem ursprünglich 73 Flugzeuge bestellt werden sollten. Die Bundesregierung bestellte schließlich 60 Maschinen für gut acht Milliarden Euro. Vom Verteidigungsministerium hieß es dazu, die Frage, ob die Mehrkosten zu einer geringeren Stückzahl führen werden, könne derzeit nicht beantwortet werden.“

na/ddp

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