Auszug:
Der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise hat gestern der getrennten Aufgabenwahrnehmung im Bereich der Arbeitslosenbetreuung, wie sie im Ortenaukreis praktiziert wird ein, allerdings mit Kritik vorgetragenes Lob ausgesprochen:
"Betrachtet man die gesamte Bundesrepublik, hat sich das Optionsmodell nicht bewährt, weil Optionskommunen in der Summe schlechter abschneiden als die konkurrierenden Arbeitsgemeinschaften (Argen). Hier im Ortenaukreis funktioniert das Modell aber nicht schlecht: hier muss man sagen, arbeitet man gut zusammen." Das sagte Weise gestern im Rahmen eines Informationsbesuches beim Kippenheimer Objektmöbel-Hersteller Hiller, zu dem
ihn der Emmendingen-Lahrer Bundestagsabegeordneter Alexander Bonde ( Bündnis90/Die Grünen) eingeladen hatte.
Auch der Offenburger Arbeitsagentur-Chefin Bärbel Höltzen-Schoh sprach Weise seine Anerkennung aus. Die Agentur liegt in einem bundesweiten Ranking im oberen Mittelfeld - für Weise ein Ansporn, künftig noch erfolgreicher zu sein. (...)
Vom bloßen Stuhl- und Tischhersteller hat sich das Unternehmen, das in Deutschland, Österreich und Frankreich produziert, zum innovativen Produzenten funktionaler Design-Stücke entwickelt, die große Hotels genauso schmücken wie Fußballstadien, Stadthallen und Messen. "Wenn wir uns heute noch mit Tischen und Stühlen beschäftigen würden, wären wir raus", bemerkte Dreher. Sein erklärtes Ziel seies deshalb, in den nächsten zehn Jahren das wirtschaftliche Risiko der Gruppe weiter zu minimieren, indem er ein noch weiteres Produktportfolio anzubieten gedenke. Statt in Billigländern 20 Prozent der Lohnkosten einzusparen, setze er auf Kreativität und gut Ausbildung heimischer Arbeitskräfte, sagte Dreher in Richtung des Agenturchefs aus Nürnberg.