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Sie sind hier: Presse / Archiv / 2010 / Pressemitteilung (11.02.2010): Alexander Bonde fordert von Agrarministerin Aigner mehr Unterstützung für Milchbauern

Alexander Bonde fordert von Agrarministerin Aigner mehr Unterstützung für Milchbauern


In der gestrigen Sitzung des Haushaltsausschusses forderte der südbadische Grünen-Abgeordnete Alexander Bonde (Emmendingen-Lahr) die  Bundesregierung auf, endlich die Milchbauern darin zu unterstützen die eklatanten Missstände auf dem Milchmarkt zu beseitigen. Der Haushaltspolitische Sprecher der Grünen und Hauptberichterstatter für den Etat des Landwirtschafts- und Verbrauchministerium  forderte das Ministerium auf  mit einer „Bündelungsoffensive Bäuerliche Erzeugung" die schwache Marktstellung der Milchbauern gegenüber den Molkereien und großen Handelsketten zu stärken.  Insbesondere für die kleinstrukturierten Familienbetriebe in Schwarzwald und Rheinebene wäre dies ein dringend notwendiger Schritt, um eine breites Höfesterben in Südbaden zu verhindern.

Bonde: „Eine solche Bündelungsoffensive würde die Marktkräfte der betroffen Landwirte nachhaltig stärken und so den Milchbauern wirklich helfen, im Gegensatz zu immer mehr Subventions-Milliarden der Schwarz-Gelben Koalition". Es könne schlichtweg nicht sein, dass die Milch von den Milchbäuerinnen und Milchbauern immer noch unter ihren Produktionskosten abgegeben werde  müsse , kritisiert der Grünen Abgeordnete. „Es muss endlich gehandelt werden. Frau Aigner und die schwarz-gelbe Koalition sind gefordert, mit einer gezielten bundesweiten Kampagne Zusammenschlüsse von Milcherzeugern unabhängig von Molkereien und Genossenschaften zu unterstützen. Wie notwendig ein solcher Schritt ist, hat sogar das Bundeskartellamt erkannt“ so Bonde.  "In dessen aktuellen Sektorenbericht konstatiert es dem Milchmarkt, dass dieser aufgrund der Übermacht der Molkereien stark verzerrt sei."

Man müsse daher nun endlich durch eine Bündelung der Erzeugung das Machtungleichgewicht beseitigen mahnt der Grünen-Haushälter. Er fordert daher die Bundesregierung auf, Projekte wie die bereits bestehende bundesweite Milcherzeugergemeinschaft 'Milch Board' endlich zu unterstützen. „So kann eine fairer Milchpreis erreicht und den Landwirten damit nachhaltig und effektiv geholfen werden anstatt durch immer neue Milliarden-Subventionen.“

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