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Grüne Unterstützung für Milchbauern - Alexander Bonde und Bernd Murschel MdL besuchen Milchbauernhöfe im Schwarzwald


Der Grünen-Abgeordnete Alexander Bonde und Bernd Murschel, Agrarpolitischer Sprecher der Baden-Württembergischen Grünen Landtagsfraktion, sprachen mit Milchbauern im Elztal und im Kinzigtal. Anlass war die Debatte um die Milchpreise und die Proteste der Milchbäuerinnen in Berlin. Bündnis 90/Die Grünen unterstützen die Forderungen für einen Milchgipfel, um langsfristige Lösungen für einen auskömmlichen Erwerb für die bäuerliche Milchwirtschaft in benachteiligten Gebieten wie dem Schwarzwald zu erreichen.

Die beiden Abgeordneten diskutierten mit konventionellen Bauern und Biobauern über die Schwierigkeiten eines Familienbetriebs in Hanglagen im Schwarzwald. Begleitet wurden sie von örtlichen Gemeinderäten, dem Kreisvorstand des KV Emmeningen und des OV Waldkirch. Die Landwirte berichteten von ihrem Einkommensmix, wie Schnapsbrennerei, Waldwirtschaft oder Pensionsgäste, der hilft, die schwierigen Zeiten des Milchviehbetriebs zu überstehen. Große Hoffnung setzt man auch auf Energieerzeugung aus Fotovoltaikanlagen, nachdem der Regionalverband weitere Windkraftanlagen noch immer blockiert.

Anschliessend ging es weiter in den Ortenaukreis. Im Kinzigtal besuchte man den Rammsteiner Hof. Die Bäuerin war in der vorherigen Woche beim Protest in Berlin dabei gewesen (->Bericht). Mit dabei beim Gespräch waren die örtlichen Vertreter des Bundes Deutscher Milchviehhalter (BDM), regionale Imker und kinzigtäler Kommunalpolitikerinnen. Diskutiert wurde das Milchboard, was als Zusammenschluss der Milchproduzenten mit den Molkereien um Preise verhandeln soll.

Im Klaren war man sich, dass ein ganzes Bündel an Maßnahmen nötig sei, um einen fairen Milchpreis zu erzielen:

  • Eine intelligente Steuerung der Milchmenge, am besten weiterhin auf europäischer Ebene. Die Absenkung der Milchmenge um wenige Prozent durch ein Nachfrageabhängiges Instrument würde reichen, den Preis deutlich zu heben.
  • Ein besseres Marketing der Molkereien unter einem gemeinsamen Schwarzwald-Label im Hochpreis-Segment.
  • Geworben müsste für die naturnahe Bewirtschaftung, die Offenhaltung der Kulturlandschaft und den Familienbetrieb als Markenzeichen Schwarzwälder Milch.
  • Eine verlässliche Förderung der mit der Milchwirtschaft verbundenen Leistungen für Natur und Tourismus.

Einig war man sich auch, dass Gentechnik und agressive Insektenvernichtungsmittel in einem angestrebten gesunden Nahrungskreislauf nichts zu suchen haben. Die anwesenden Imker berichteten anschaulich über die Gefahren einer industriell und chemisch ausgerichteten Landwirtschaft. Sie schilderten die Auswirkung des letztjährigen, massiven Bienensterbens am Oberrhein aufgrund von Chemieinsatz und verfehlter Landwirtschaftspolitik

Presseberichte zu den Besuchen bei Milchbauern

Badische Zeitung

Offenburger Tagblatt

 

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