Der GRÜNEN-Politiker Alexander Bonde aus Baden-Württemberg ist in der dritten Legislaturperiode Mitglied des Deutschen Bundestages. Der 34-jährige Schwarzwälder vertritt den Wahlkreis 284 Emmendingen-Lahr und ist einer der wenigen grünen Abgeordneten mit einem ländlichen Wahlkreis. Mit seiner Frau Prof. Dr. Conny Mayer-Bonde und seinen zwei kleinen Kindern wohnt er mitten im Schwarzwald in Baiersbronn-Mitteltal.
Bonde ist Haushaltspolitischer Sprecher und Obmann der Grünen im Haushaltsausschuss. Er ist Mitglied im Haushaltsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Landwirtschafts und im Verteidigungsausschuss, dem er bis 2008 als Vollmitglied angehörte. Außerdem ist er Mitglied im Landesvorstand der baden-württembergischen Grünen.
Schwerpunkte seiner politischen Arbeit sind Haushaltspolitik, Sicherheitspolitik und der ländliche Raum. Der grüne Gründungsslogan „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“ gilt für Bonde als Leitmotto für die Haushaltspolitik. Seine haushaltspolitischen Leitgedanken sind die Generationengerechtigkeit und die Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der grünen AG Haushalt hat Bonde deshalb den „Grünen Zukunftshaushalt“ entwickelt, der aufzeigt, wie gleichzeitig Verschuldung abgebaut und Investitionen in die Zukunft möglich sind. Haushaltspolitik muss einen aktiven Beitrag leisten, dass wir mit einer grünen Marktwirtschaft auch künftig nachhaltig, verträglich und sozial ausgewogen Wohlstand erarbeiten und erhalten. Bonde begreift Haushaltspolitik als Instrument um wichtige Aufgaben wie z.B. den Klimaschutz, aber auch einen aktiven Beitrag für eine umweltschonende Wirtschaftspolitik umzusetzen. Dazu gehört der „grüne Klimahaushalt“, der aufzeigt, welche wichtige Rolle eine grüne Haushaltspolitik zur Reduzierung von CO2-Emmissionen und zum Anreiz für ökologisches Wirtschaften spielt.
Gerade die Ausgaben für Entwicklungspolitik und Klimaschutz sieht Bonde als wichtigen Beitrag für eine grüne Sicherheits- und Friedenspolitik, die gezielt auf zivilen Aufbau und humanitäre Hilfe setzt. Zivile Krisenprävention und die Stärkung von zivilen Fähigkeiten sind ihm ein wichtiges Anliegen. (So war Bonde lange im Haushaltsausschuss für die Außen- und Enmtwicklungspolitik zuständig und u.a. von der Bundesregierung als Aufsichtsratsmitglied er Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit - GTZ benannt). Für die grüne Arbeitsgruppe Sicherheit und Frieden betreut er als stellvertretendes Mitglied des Verteidigungsausschusses die bereiche Militärische Beschafungen und Rüstungsindustrie.
Als Schwarzwälder und als einer der wenigen grünen Abgeordneten mit ländlichem Wahlkreis kümmert sich Bonde als Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss für den Landwirtschafts- und Verbraucherschutzetat und als stellvertretendes Mitgleid im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz um den ländlichen Raum. Als Hauptberichterstatter koordiniert er die Arbeit der fünf Berichterstatter der Frationen zu Agrar- und Verbraucherschutzpolitik im Ausschuss. Der Umbau der Agrarförderung hin zur zweiten Säule, der Förderung von Agrar-Umweltmaßnahmen und ökologischem Anbau, und die Konzentration der Förderung auf kleine Betriebe in schwierigen Lagen wie dem Schwarzwald ist Bonde ein Anliegen. Er ist überzeugt, dass die Politik einen Fehler begeht, indem sie oft den ländlichen Raum vernachlässigt und nur die Metropolen wahrnimmt. Gerade eine nachhaltige grüne Politik muss die Belange des ländlichen Raumes gut im Blick haben: hier entscheidet sich ob Klimaschutz wirklich als zentrale Aufgabe angegangen wird. Der Erhalt von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen auf dem Land ist dabei ebenso wichtig, wie der Erhalt von und Zugang zu Infrastruktur und die weitere Förderung von Erneuerbaren Energien.
Während seiner Schulzeit verbrachte Bonde ein Jahr als Austauschschüler an der Nordküste der Pazifikinsel Oahu (Hawaii, USA). Einer seiner Klassenkameraden war Sänger und Surflegende Jack Johnson. Aus dieser Zeit stammt Bondes Interesse für außenpolitische Fragen und für Nordamerika und Asien. Er ist überzeugt, dass die großen Fragen der heutigen Zeit nur mit internationaler Verantwortung und Kooperation zu lösen sind. Heute setzt er sich als Stellv. Vorsitzender der USA-Parlamentariergruppe des Bundestages und als Mitglied der Deutsch-Chinesischen, Deutsch-Koreanischen, Deutsch-Japanischen und Deutsch-ASEAN-Parlamentariergruppen weiter für diese Kooperation ein – wo nötig auch im kritischen Dialog und der harten inhaltlichen Auseinandersetzung. Bonde, seit seiner Schulzeit Mitglied von amnesty international, hat dabei immer auch ein Augenmerk auf die Menschenrechte.
Als überzeugter Grüner versteht Bonde sein Mandat immer auch als Verpflichtung zum intensiven Dialog mit den Menschen und den grünen Mitgliedern. Neben Informationsangeboten setzt er dabei auf regelmäßige Präsenz in ganz Baden-Württemberg und lässt sich oft und gerne auf Veranstaltungen grüner Kreis- und Ortsverbänden einladen. Offene und ehrliche Diskussionen sind ihm wichtig. Deshalb sucht Bonde gerade in strittigen Themen und dort, wo er aus Überzeugung grünen Beschlüssen nicht folgen kann (wie etwa bei seiner Ablehnung des Kongo-Einsatzes und seiner Befürwortung des weiteren Afghanistan-Einsatzes jeweils entgegen von Partei-Beschlüssen) die Chance zur Diskussion und zur Erläuterung seiner Positionen und Gewissensentscheidungen.